Inzwischen habe ich die Osram H4 LED SP 45O (64193DWNBSP-2HB) erhalten.
Meine erste Frage stellte sich dahin, warum diese Leuchtmittel nun viel kleiner sind, als die bisherigen LED Modelle. Die haben ja den großen Kühlkörper mit dem offenen Lüfter. Die Antwort ist einfach, der Lüfter ist nun so klein, dass er im inneren des Sockels sitzt.
Im Test konnte ich dann messen in welchem Bereich der Spannung das Leuchtmittel ohne Änderung der Lichtabgabe funktioniert.
Ab 9,6V beginnt sie zu leuchten, oder sagen wir mal glimmen dazu. Mit zunehmender Spannung wir sie heller.
Ab 11,2V ist die volle Lichtabgabe erreicht, sie wird bis 13,4V nicht messbar heller. Lediglich der Strom sinkt von 1,4A auf 1,1A ab.
der integrierte Lüfter reagiert allerdings recht stark auf die Spannung. Trotz gleicher Lichtabgabe läuft der Lüfter bei Unterspannung (11,2V) sehr viel langsamer. Temperaturmessungen am Leuchtmittel habe ich noch keine gemacht, das muss ich mit einem Lampenglas machen.
Aber das Leuchtmittel wird grundsätzlich sehr heiß, eine gute Kühlung ist da schon nötig.
In der Praxis würde ich nicht pauschal die LED Leuchtmittel als Lösung für eine schlechte Stromversorgung nennen. Die geringere Last wird sicher weniger Spannungsabfall in der Versorgung haben. Da würde ich direkt am Leuchtmittel die Spannung messen, und dann ein Urteil bilden. Am besten mit zusätzlichen Verbrauchern, die die Bordspannung bekannter weise nach unten ziehen.
Wenn die Spannung deutlich unter 12V liegt, würde ich trotz voller Lichtstärke eine Elektrosanierung vornehmen, damit die Kühlung des Leuchtmittels gewährleistet ist.